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Mikesch hat das Stichwort vergessen, die Künstlerin muss warten

Ein Farbfilmriss: „Du hast das Stichwort vergessen – mein Michael!“

Apropos Stichwort – ein kleiner Begriff mit erstaunlicher Tiefenschärfe

Etymologisch steckt darin tatsächlich das „Stechen“: ein prägnantes Wort, das „trifft“, das hervorhebt oder markiert. Das Stichwort ist damit weniger Erklärung als Impuls. Es strukturiert, ohne auszubreiten; es weist hin, ohne zu erzählen.

Das „Stichwort“ stammt aus dem Theater. Dort bezeichnet es den kurzen Zuruf oder die letzte Replik, die einem Schauspieler den Einsatz signalisiert. Es ist also kein vollständiger Gedanke, sondern eher ein Auslöser – ein verbales Startsignal, ein Auftrittszeichen. Wer sein Stichwort verpasst, verpasst den Moment.

Im heutigen Gebrauch hat sich die Bedeutung über die Bühne hinaus erweitert. „Stichwort“ steht nun allgemein für thematische Zuordnungen oder knappe Hinweise, die Inhalte ordnen und auffindbar machen. In dieser Funktion ist ein Stichwort das Gegenteil von Zufall: Es schafft Übersicht – zumindest so lange, bis jemand beginnt, es zu interpretieren. Dann kann es dem Sinn verschiedener anderer Wörter entsprechen: Schlüsselwort, Leitwort, Suchbegriff, Tag, Label, Thema, Kategorie, Indexbegriff, Kennwort, Hinweis oder Signalwort – oder, in freierer Verwendung, ein Apropos, wie hier in diesem Blog. Ein theoretisches Synonym wäre auch Schlagwort, das jedoch hier eine andere Bedeutung hat.

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