Eine ungewöhnliche Literaturauswahl, über die man ins Gespräch kommt und neue
Perspektiven gewinnt. Entdecken Sie Bücher, die zum Nachdenken anregen, zum
Widerspruch reizen – und die man so bestimmt noch nicht im Regal stehen hat.
Dolle Bücher
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Standardwerke
Grundlagen der zeitgenössischen Realitätsverarbeitung
Der Deppenhammer
Wie man Ungläubige erkennt, überführt und unschädlich macht.
Autor: Heinrich Institoris jun.
Hrsg: Inquisite Werke, Glarus - Bad Saulgau
Die modernisierte Fortschreibung des Malleus Maleficarum ist
inzwischen als Leitfaden für Erleuchtete nicht mehr wegzudenken. 666
Seiten, mit Checklisten, Kontrollbögen und schnellen Antworten auf
„Verschwörungstheoretiker“-Vorwürfe.
Inhaltsangabe
Von der Existenz der Ungläubigen – Unbestreitbare Belege
dafür, dass Deppen unter uns leben. Warum die Skepsis der Deppen
das erste Symptom moralischer Verwahrlosung ist.
Woran man ungläubige Deppen erkennt – Typische Merkmale:
Ironie, Quellenkritik, der Ruf nach „Belegen“. Wie man solche
Signale frühzeitig identifiziert.
Vom Laster der Vernunft – Wie der Teufel die Vernunft ins
Spiel bringt und von den Gefahren, sich den Glauben durch
rationale Überlegungen einschränken zu lassen. Wie man der
Vernunft widersteht und der tieferen Wahrheit des Glaubens
folgt.
Die Kunst der Tarnung – Wie ungläubige Deppen sich als
Wissenschaftler, Journalisten oder harmlose „Satiriker“
verkleiden.
Die großen Wahrheiten unserer Zeit – QAnon, Chemtrails
und andere gesicherte Erkenntnisse über die geheime Ordnung der
Welt. Warum Deppen das nicht glauben und wie der Teufel sie dazu
bringt, unsere Wahrheiten zu bezweifeln.
Von alten und neuen Enthüllungen – Historische Beispiele
politischer Verschwörungen – von den
Protokollen der Weisen von Zion bis zur Pizzeria Comet
Ping Pong: Wie die Wahrheit als „Verschwörungstheorie“
verleumdet wird.
Die Bewegung der Erwachten – Warum die Erde ziemlich
genau 6000 Jahre alt ist und warum Deppen das nicht glauben,
sondern an der teuflischen sogenannten Evolutionstheorie hängen.
Von den Erleuchteten der Esoterik, Pegida, Querdenken,
Telegram-Voraussagen und anderen Vorboten der großen Aufklärung.
Erste Maßnahmen gegen Zweifel – Wie man ungläubige Deppen
öffentlich als Unterdrücker entlarvt, moralisch einordnet und
argumentativ überrollt.
Die Macht der Empörung – Warum Lautstärke oft
überzeugender sein kann als Argumente – und wie man sie richtig
einsetzt.
Beweisführung gegen Deppenargumente – Warum die Argumente
der Deppen nicht widerlegt werden brauchen. Und warum jedes
scheinbar treffende Argument ein Beweis für die Richtigkeit der
Verschwörung ist.
Wie man sich vor Implantaten schützt – Von der
Wirkungsweise der von Bill Gates über Impfungen heimlich
implantierten Mikrochips und wie man sie daran hindert, unsere
Gedanken zu kontrollieren. Von der Wirkung von Alufolie,
Magneten und Silbergewebe.
Wie man sich vor „Fakten“ schützt – Von der Kunst,
ungläubigen Deppen klarzumachen, dass ihre vermeintlichen Fakten
nur Sichtweisen sind und dass unsere Sichtweisen besser sind,
weil sie auf intelligenter, göttlicher Kreativität basieren.
Alle Zweifel daran sind vom Teufel gesäte Irrungen, um von der
umfassenden Verschwörung abzulenken.
Die Rolle der Lügenpresse – Wie besonders teuflische
Deppen die öffentliche Meinung manipulieren und sich in den
Dienst der Weltverschwörer stellen.
Von den richtigen Worten – Wie man mit Begriffen wie
„Mainstream“, „Systemmedien“ und „Eliten“ den Deppen offenbart,
was für Marionetten sie sind.
Öffentliche Tribunale – Wie man einen Shitstorm
entfesselt und die Deppenargumente durch die Macht des Glaubens
niederfegt.
Vom Abweichlertum – Wann man „Reue“ zeigen sollte, um
seine Existenz zu retten. Warum Deppen Reuegeständnisse lieben
und wie man sie dadurch dazu bringt, wieder hinzuhören.
Die endgültige Unschädlichmachung – Wie man erreicht,
dass die ungläubigen Deppen verstummen – freiwillig oder durch
gerechtfertigten Druck.
Anhang A: Gerechtfertigte Druckmittel – Anwendung
zutreffender Schimpfwörter. Anwendung unzutreffender
Schimpfwörter. Auslösen eines Shitstorms. Androhung von
physischen Zuchtmitteln. Ausübung von physischen Zuchtmitteln.
Tötung als letztes gerechtfertigtes Mittel; bevorzugte Methoden,
Waffen und Vorgehensweisen.
Anhang B: Empörungsbausteine – Fertige Formulierungen für
Talkshows, Kommentarspalten und Familienfeiern.
Anhang C: Konterbausteine – Entgegnungen auf die
häufigsten Einwände ungläubiger Deppen.
19,90 €
Dump the Trump
Wie Schamlosigkeit mit Schamlosigkeit besiegt werden kann
Autor: Kennt Clark
Hrsg: Enoughisenough Press, Metropoliceland.
Warum moralische Überlegenheit gegen politische Rücksichtslosigkeit
oft wirkungslos bleibt – und weshalb demokratische Kräfte lernen
müssen, wie man dem Schulhofbully die Antwort verpasst, die er und
seine Streetgang wirklich verstehen.
Excerpts from Chapter “Have Some Guts”
Friday, November 14, 2025
During a press exchange, Trump cuts off a female reporter
mid-question with a personal insult:
“Quiet, piggy.”
Reaction: The exchange continues. No sharp comeback
lands in the moment. No one had the guts to say:
“Easy there, Animal.”
Friday, March 20, 2020
A reporter presses Trump about inconsistencies in earlier
statements. Instead of answering the question, he attacks the
journalist:
“You’re a terrible reporter.”
Reaction: The briefing moves on to the next question.
No one had the guts to say:
“And you’re a terrible president.”
Thursday, January 11, 2018
During a White House meeting on immigration policy, Trump
reportedly refers to several African nations and Haiti using a
crude slur.
“Shithole countries.”
Reaction: The remark triggers international outrage.
The wording is first denied and later downplayed. No one had
the guts to say:
“Shitmouth president.”
“When they go low, we go high.” has been tested thoroughly. It’s
time for a change: When they go low, we — yes we can — meet them
there. Let's grab them by the flag. Here we go:
Sprache: Englisch. Hardcover, 1550 Seiten, davon 1450 Seiten mit
dokumentierten Falschbehauptungen (Stand: Januar 2026). Im Kaufpreis
enthalten ist ein Anteilsschein über 5 $ für die anwaltliche
Verteidigung von Autor, Verlag und Vertrieb gegen die erwartbaren
Wutausbrüche des Bullies und seiner dienstbeflissenen Hofschranzen.
Sollte es wider Erwarten zu keiner Klage kommen, wird der Betrag
vollständig an
FactCheck.org
gespendet.
Direktimport inkl. Zoll
(derzeit
).
Die Plagiatoren
Wie rechte Dumpfbacken linke Ideen geklaut, vereinnahmt und
missbraucht haben
Autorin: Ann-T. Fa
Hrsg: Verlag der Hautoren, Berlin
Eine Kulturgeschichte politischer Ideenräuberei – von Arbeiterliedern
über Sozialrhetorik bis zur Aneignung rebellischer Symbolik.
Aus dem Inhalt
Anhand belegbarer Beispiele wird nachvollziehbar, nach welchen
Mustern „Ideenräuberei“ funktioniert: durch Umdeutung, emotionale
Aufladung, Bedeutungsverdrehung und das Andocken an bekannte
Freiheits- und Solidaritätsrhetorik.
Weimarer Zeit: Die NSDAP nutzte sozial klingende
Selbstdarstellung (u. a. im Parteinamen) und griff Motive aus
Arbeiterkultur auf. Das „Horst-Wessel-Lied“ steht melodisch
in der Nähe von Melodien aus der Arbeiterliedtradition (z. B.
„Der Abmarsch“).
NS-Zeit: Umdeutung sozialer Begriffe in völkische
Einheit (z. B. „Volksgemeinschaft“); 1933 wurde der
1. Mai – ursprünglich internationaler Kampftag der
Arbeiterbewegung – zum
„Tag der nationalen Arbeit“ erklärt.
Nachkriegszeit: Rechtsextreme Strömungen
inszenierten sich wiederholt als „soziale Opposition“ und
kopierten teils visuelle Codes aus Protest- und Subkulturen, um
anschlussfähig zu wirken.
Wendezeit: Der Ruf
„Wir sind das Volk“ entstand 1989 als demokratische
Forderung in der DDR und wurde später von Bewegungen wie Pegida
erneut aufgegriffen und politisch umgedeutet.
AfD-Ära: Populistische Umcodierung demokratischer
Begriffe (z. B. „Widerstand“, „Bürgerbewegung“)
und moralische Selbstinszenierung über Formeln wie
„Mut zur Wahrheit“.
„Querdenker“: Nutzung von Grundgesetz- und
Bürgerrechts-Ästhetik; zudem absurde Aneignungen historischer
Opfer-Symbolik (z. B. „Ungeimpft“-Sterne oder Parolen wie
„Wir sind die neuen Juden“). Unvergessen auch „Jana aus
Kassel“, die sich „wie Sophie Scholl“ fühlte, weil sie „seit
Monaten hier aktiv im Widerstand“ der Querdenkerbewegung
mitmachte.
Trumpismus: Der Slogan „America First“, den
Donald Trump im Wahlkampf 2016 zum zentralen außenpolitischen
Leitmotiv machte, ist historisch stark belastet. Das „America
First Committee“ war eine große US-Bewegung vor dem Zweiten
Weltkrieg, die gegen einen Kriegseintritt der USA auftrat. Zu
ihren prominentesten Unterstützern gehörte der Pilot Charles
Lindbergh. Das Problem: In Lindberghs berühmter Rede vom 11.
September 1941 in Des Moines behauptete er, drei Gruppen drängten
die USA in den Krieg – „the British, the Jewish and the Roosevelt
administration“. Diese Rede gilt als ein klassisches Beispiel für
offenen antisemitischen Isolationismus. Der Slogan „America First“
war deshalb nach 1945 politisch weitgehend verbrannt und wurde
jahrzehntelang von kaum jemandem im nicht-radikalen Diskurs
benutzt. Als Trump ihn wieder aufgriff, wiesen Historiker und
Journalisten mehrfach auf diese Vorgeschichte hin. Trump selbst
erklärte jedoch, er meine damit schlicht eine Politik, die
„Amerika an erste Stelle“ setze. Weitere Begriffsbesetzungen wie
„Fake News“, „Witch Hunt“ oder die Übernahme von Occupy-ähnlicher
Anti-Eliten-Rhetorik verdeutlichen, dass dahinter keine
geschichtliche Unbedarftheit, sondern besonders skrupelloses
Kalkül steckt.
KERNTHESE: Politischer Ideenklau geschieht
selten als offene Kopie. Er wirkt über Bedeutungsverschiebung:
vertraute Wörter und Zeichen bleiben – der Inhalt kippt.
24,90 €
Die Mutlosen
Warum intelligente Menschen offensichtliche Wahrheiten nicht mehr
aussprechen
Autor: Anonymus
Hrsg: Verlag des öffentlichen Rechts, Helgoland
Ein Bericht über Selbstzensur in Medien, Politik und Wissenschaft.
Inhalt
Die Mutlosen behandelt ein paradoxes Phänomen unserer Zeit:
In Gesellschaften, die sich als besonders frei, aufgeklärt und
diskussionsoffen verstehen, wächst zugleich die Bereitschaft zur
Selbstzensur. Nicht Zwang von außen, sondern Vorsicht von innen
bringt viele Menschen dazu, offensichtliche Wahrheiten nicht mehr
auszusprechen.
Das Buch untersucht, warum gerade gebildete, reflektierte und
gesellschaftlich einflussreiche Personen – Journalistinnen,
Wissenschaftler, Politiker, Kulturschaffende – zunehmend zögern,
klar auszusprechen, was sie wissen oder für wahr halten. Aus Sorge
vor moralischer Ächtung, beruflichen Nachteilen oder digitaler
Empörungsdynamik werden Positionen abgeschwächt, umformuliert oder
ganz verschwiegen.
Anhand von Beispielen aus Medien, Politik und Wissenschaft zeigt
der Bericht, wie sich schleichend eine Kultur der vorsichtigen
Andeutung statt der offenen Aussage etabliert hat. Der Text
beschreibt die Mechanismen dieser Entwicklung: informelle
Denkverbote, soziale Sanktionen, reputationsökonomische Zwänge und
die Rolle von Institutionen, die zwar formell Meinungsfreiheit
garantieren, zugleich aber Konformitätsdruck erzeugen.
Die Mutlosen ist weder ein Pamphlet noch eine Verteidigung
beliebiger Provokation. Vielmehr stellt das Buch eine unbequeme
Frage: Was geschieht mit einer demokratischen Öffentlichkeit, wenn
kluge Menschen beginnen, das Offensichtliche nur noch hinter
vorgehaltener Hand zu sagen?
Der Bericht versteht sich als Einladung zur Selbstprüfung – und
als Erinnerung daran, dass Freiheit der Rede nicht nur ein Recht
ist, sondern auch eine Form von Mut.
22,00 €
Lehrbücher und Anleitungen
Praktische Handreichungen für Alltag und Karriere
Der Expertenzirkel
Warum immer dieselben Leute alles falsch erklären
Autor: Max Moritz
Hrsg: Institut für selbstreferenzielle Systeme, Passau
Eine soziologische Untersuchung der kleinen Gruppe von Stimmen, die
zuverlässig jedes Großereignis kommentieren – unabhängig davon, ob sie
beim letzten Mal komplett danebenlagen.
Inhalt
Der Expertenzirkel beschreibt, wie moderne Gesellschaften
Entscheidungen zunehmend an einen kleinen Kreis vermeintlich
alternativloser Fachinstanzen delegieren – und welche
Nebenwirkungen das für Demokratie, Öffentlichkeit und
Verantwortlichkeit hat. Wo früher politische Aushandlung, Streit
und sichtbare Interessenlagen standen, treten heute Gremien,
Kommissionen, Beiräte, „Task Forces“ und Studienlagen auf, die den
Anschein objektiver Neutralität erzeugen – und dabei oft eine neue
Form von Macht bündeln.
Das Buch zeigt, wie „Expertise“ zum politischen Schutzschild
werden kann: als rhetorischer Kurzschluss, der Kritik in
Unzuständigkeit umdeutet („Dafür fehlt Ihnen das Fachwissen“), als
Filter, der nur bestimmte Sichtweisen als seriös zulässt, und als
Mechanismus, der Verantwortung verwischt („Die Datenlage zwingt
uns“). Anhand von Beispielen aus Politik, Medien, Behörden und
Wissenschaft wird nachvollziehbar, wie sich ein Zirkel aus
Deutungshoheit, Netzwerken und Gatekeeping bildet – mit eigenen
Anreizen, eigenen Karrierelogiken und eigenen blinden Flecken.
Dabei ist Der Expertenzirkel keine
Anti-Wissenschaftsschrift. Es verteidigt Fachwissen als
unverzichtbar – und trennt es sauber von Autoritätsgehabe,
Interessenkonflikten und institutioneller Selbstimmunisierung. Die
zentrale Frage lautet: Wie bewahren wir die Vorteile von
Expertise, ohne in eine technokratische Kultur zu rutschen, in der
das Etikett „wissenschaftlich“ die Debatte ersetzt?
Am Ende ist Der Expertenzirkel eine Einladung, genauer
hinzuschauen: Wer gilt als Experte – wer nicht? Wer setzt die
Themen, wer definiert die Modelle, wer wählt die Parameter? Und
wer übernimmt am Ende die Verantwortung, wenn sich „alternativlos“
als Irrtum erweist?
21,90 €
Moral für Dummies
Öffentliche Empörung leichtgemacht
Autorin: Thunia Halali
Hrsg: Mainzelmann, Wiesbaden
Ein praktischer Leitfaden zur zeitgenössischen Empörungskultur. Wie
jede Woche ein neuer Aufreger gefunden werden kann – und wie man sich
vor Gewissensbissen schützt.
Inhalt
Moral für Dummies ist der längst überfällige Praxisratgeber
für alle, die im hektischen Alltag der Gegenwart Schritt halten
wollen – vor allem mit dem wöchentlich wechselnden Empörungsplan.
Wer noch immer glaubt, moralische Urteile müssten auf Fakten,
Abwägung oder gar Nachdenken beruhen, wird hier schon auf den
ersten Seiten eines Besseren belehrt.
Autorin Thunia Halali zeigt mit entwaffnender
Klarheit, wie moderne Empörung tatsächlich funktioniert: Man
benötigt weder umfassende Informationen noch konsistente Maßstäbe.
Entscheidend ist allein das richtige Timing, ein zuverlässiger
Hashtag und die Fähigkeit, in maximal drei Sätzen moralische
Endurteile zu verkünden. Besonders hilfreich sind dabei erprobte
Formeln wie „Das geht gar nicht“, „Das ist problematisch“ oder das
universell einsetzbare „Man muss sich schon fragen dürfen …“.
In leicht verständlichen Kapiteln erklärt das Buch unter anderem,
wie man innerhalb von fünf Minuten den passenden Aufreger
identifiziert, warum Kontext nur unnötig verwirrt, wie man Zitate
effektiv aus ihrem Zusammenhang löst und weshalb differenzierte
Positionen ein ernsthaftes Risiko für die eigene moralische
Strahlkraft darstellen können. Ein eigenes Kapitel widmet sich der
Kunst, sofortige Konsequenzen zu fordern – vorzugsweise für Dinge,
die gestern noch völlig unproblematisch waren.
Besonders wertvoll sind die praktischen Übungen: vom schnellen
Empörungs-Posting über das gezielte Nachlegen mit moralischen
Superlativen bis hin zur eleganten Technik, im Zweifelsfall
einfach noch empörter zu sein als alle anderen. Ein Bonusabschnitt
zeigt außerdem, wie man Gewissensbisse zuverlässig vermeidet –
etwa durch konsequente Delegation des Denkens an den jeweils
lautesten Kommentarstrom.
Moral für Dummies ist damit weit mehr als ein
Ratgeber. Es ist ein unverzichtbarer Leitfaden für alle, die im
Zeitalter der permanenten Empörung nicht nur mithalten, sondern
moralisch ganz vorne mitspielen wollen.
18,90 €
Erbschleichen für Anfänger
Wie man sich bei wohlhabenden Verwandten, Freunden und Bekannten als
passender Erbe einschmeichelt
Autor: Luzi Männchen jr.
Hrsg: Schnorrenbergdruck Nachf., Nassau
Ein Ratgeber für Schnorrer, Schleimer und die ganze bucklige
Verwandtschaft. Mit grundsätzlichen Hinweisen auf das Erbschafts- und
Schenkungsrecht.
Inhalt
Erbschleichen für Anfänger ist der ideale Einstieg für
alle, die sich fragen, warum andere plötzlich eine Villa, ein
Ferienhaus oder zumindest eine solide Eigentumswohnung „geerbt“
haben – während man selbst immer nur zum Kaffee eingeladen wurde.
Dieses Buch zeigt: Erben ist kein Zufall, sondern eine Frage der
richtigen Strategie.
In leicht verständlichen Kapiteln erklärt der Ratgeber die
Grundlagen erfolgreicher Erbstrategie: Wie man rechtzeitig
erkennt, bei welchen älteren Verwandten sich eine intensivere
emotionale Bindung lohnen könnte. Wie man Besuche geschickt
dosiert, damit sie fürsorglich wirken, aber nicht nach
Pflichtprogramm aussehen. Und wie man kleine Gefälligkeiten –
Einkäufe, Arztfahrten, gelegentliche Technikhilfe – als
langfristige Investition versteht.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Kunst der subtilen Einflussnahme:
Wie bringt man das Gespräch unauffällig auf Themen wie
„Testament“, „Vorsorge“ oder „Wer kümmert sich später eigentlich
um alles?“ Welche Formulierungen wirken besonders
vertrauenswürdig, und welche Verwandten sollte man besser
frühzeitig diskreditieren? Ein hilfreicher Leitfaden zeigt
außerdem, wie man dabei stets den Eindruck aufrechterhält, völlig
selbstlos zu handeln.
Praktische Beispiele illustrieren typische Situationen: das
strategische Auftauchen an Feiertagen, die sorgfältig platzierte
Bemerkung über „die komplizierten steuerlichen Dinge bei
Erbschaften“ oder der taktische Hinweis, dass man
selbstverständlich gar nichts erwartet. Denn jeder Profi
weiß: Wer betont, nichts zu wollen, wirkt sofort doppelt
vertrauenswürdig.
Erbschleichen für Anfänger ist damit der perfekte Einstieg
in eine Disziplin, die diskret betrieben wird, aber erstaunlich
weit verbreitet ist. Wer die hier vorgestellten Grundlagen
beherrscht, ist bestens vorbereitet – für die Fortsetzung
Erbschleichen für Fortgeschrittene.
Anhang
Steuerklassen und Verwandtschaftsdisziplinen – Wer gehört
steuerlich zu wem, und bei welchen familiären Beziehungen sich
besonderer Einsatz lohnt.
Abschmelzungstabelle für Schenkungen – Wie großzügige
Zuwendungen der Vergangenheit rechtzeitig „an Bedeutung
verlieren“.
Schnellrechner für Pflichtanteile – Blitzschnell wissen,
wie viel einem ohnehin nicht zusteht.
17,90 €
Shitstorms organisieren
Strategien für digitale Empörungsdynamik
Autor: Kevin Rant
Hrsg: Institut für angewandte Empörung, Palo Alto
Ein praxisorientierter Leitfaden zur Planung, Steuerung und Eskalation
öffentlicher Aufregung.
Inhalt
Inhaltsbeschreibung
Shitstorms organisieren ist der erste wirklich
praxisorientierte Leitfaden für alle, die öffentliche Empörung
nicht länger dem Zufall überlassen möchten. Während naive
Beobachter glauben, digitale Aufregungswellen entstünden spontan,
zeigt dieses Buch: Hinter erfolgreichen Shitstorms steckt Planung,
Timing und eine präzise abgestimmte Dramaturgie.
Autor Kevin Rant erklärt Schritt für Schritt, wie sich
aus einem harmlosen Anlass ein maximaler Empörungszyklus
entwickeln lässt. Welche Aussagen eignen sich besonders gut als
Ausgangspunkt? Wie isoliert man den skandalisierbaren Satz aus
seinem Kontext? Und wie sorgt man dafür, dass die Empörung genau
in dem Moment eskaliert, in dem Aufmerksamkeit und Reichweite
ihren Höhepunkt erreichen?
Ein eigenes Kapitel widmet sich der strategischen Frühphase: der
Auswahl geeigneter Screenshots, der sorgfältigen
Empörungsformulierung („Unfassbar“, „Das sagt alles“, „Jetzt
reicht es!“) sowie dem koordinierten Startsignal für die erste
Welle indignierter Kommentare. Denn jeder erfahrene
Empörungsmanager weiß: Ohne initiale Verstärkung bleibt selbst der
beste Skandal ein bloßes Missverständnis.
Weitere Abschnitte behandeln fortgeschrittene Techniken der
Eskalation: das gezielte Nachlegen mit moralischen Superlativen,
die Aktivierung sekundärer Empörungskreise, das strategische
Taggen von Journalistinnen, Aktivisten und Influencern – sowie die
bewährte Methode, jede Form von Einordnung sofort als
„Relativierung“ zu diskreditieren.
Besonders wertvoll ist das Kapitel über Schadensbegrenzung: Was
tun, wenn das Zielobjekt plötzlich gelassen reagiert, sich
entschuldigt oder – schlimmer noch – sachliche Gegenargumente
vorbringt? Hier liefert das Buch erprobte Strategien, wie man die
Empörungsdynamik dennoch aufrechterhält.
Shitstorms organisieren zeigt, dass digitale Empörung
längst zu einer eigenen Disziplin geworden ist – mit klaren
Regeln, bewährten Werkzeugen und erstaunlich zuverlässigen
Erfolgsrezepten.
Aus dem Amerikanischen von Henry Le Plague. Paperback,
166 Seiten. Mit anonymen Beleidigungskarten,
Denunziationssticker, Gutschein für anonymes Prepaidguthaben.
27,00 €
Spezialliteratur für Fortgeschrittene
Für Leser mit besonders hoher moralischer Belastbarkeit
Genug jetzt
Wie man Debatten beendet, bevor sie beginnen
Originaltitel: Nuff Said
Autor: Bratt Kaughenough
Hrsg: Inbeeristruth, Washington
Eine Sammlung bewährter Methoden: moralische Abwertung, falsche
Gleichsetzungen, fehlende Erinnerung, falsche Erinnerung und
Selbstmitleid zur rechten Zeit.
Beschreibung
Ein faszinierender Einblick in die USA des Postfaktischen. Wir
lernen, wie man zu einem der höchsten Ämter aufsteigt, ohne sich
für eine im Raum stehende Vergangenheit als eine Art
„College-Rapist“ – also den Vorwurf, betrunken
Kommilitoninnen vergewaltigt zu haben – verantworten zu müssen.
Wie alkoholbedingte Erinnerungslücken solche Vorwürfe im Unklaren
lassen — und dass Bier einfach ein gutes Getränk ist („I like
beer!“). Wie man Buddies einspannt, um die mutmaßlichen Opfer
schlecht und sich selbst gut aussehen zu lassen. Wie man bei einer
Anhörung mit den Tränen kämpft, ohne mit der Wimper zu zucken. Wie
man das alles tapfer durchsteht – und so einem Amt bei aller
Unglaubwürdigkeit eine Würde verleiht, die erstaunlich gut zur
politischen Atmosphäre jener Administration passt.
Im zweiten Teil des Buches wird uns klar gemacht, wie das Amt
diese Methoden legitimiert – und was dadurch von der höchsten
Rechtsprechung zu erwarten ist. Und wie beruhigend es ist, dass
eine Ernennung auf Lebenszeit – angesichts des relativ jungen
Alters des Amtsträgers – eine stabile, weil jahrzehntelange
Unwucht in der demokratischen Praxis des „Land of the Free“
garantiert.
Immerhin:
Reaktionäre Verlässlichkeit ist auch eine Form von
Rechtssicherheit.
23,00 €
Erbschleichen für Fortgeschrittene
Wie man Fremde dazu bringt, sich vor und nach ihrem Tod ausnehmen zu
lassen
Autor: Luzi Männchen jr.
Hrsg: Schnorrenbergdruck Nachf., Nassau
Das Nachschlagewerk für gerissene Glücksritter.
Inhaltsangabe
1 — Einführung in die höhere Erbschleichkunde
(Abgrenzung zur amateurhaften Gelegenheits-Erbschleicherei;
Grundprinzipien der strategischen Geduld.)
2 — Zielpersonen erkennen (Vermögenslage,
Familienstruktur und emotionale Bedürfnisse als
Auswahlkriterien.)
3 — Das perfekte Image (Aufbau der Rolle als
verlässlicher, selbstloser Helfer.)
4 — Präsenz zeigen (Besuchsstrategien, Anrufe und
kleine Gefälligkeiten im richtigen Maß.)
5 — Emotionale Bindungen stärken (Erinnerungen
pflegen, Dankbarkeit erzeugen, Vertrauen aufbauen.)
6 — Konkurrenz im Blick behalten (Analyse anderer
Erbanwärter und diskrete Positionsverbesserung.)
7 — Gespräche über den „letzten Willen“ (Wie man
Testamente thematisiert, ohne verdächtig zu wirken.)
8 — Juristische Instrumente (Vorsorgevollmacht,
Betreuung, Vormundschaft, Testamentsvollstrecker, Notarbesuche und
ihre strategische Bedeutung sowie
Hinweise, was als sittenwidrg gilt und was gerade noch
durchgeht.)
9 — Kritische Situationen (Interventionen durch
andere Erben oder Erbschleicher, Pflichtteilsberechtigte;
Krankheit, Krankenhaus, Pflege – Chancen und Risiken.)
10 — Häufige Fehler (Ungeduld, plumpes Drängen und
andere klassische Eigentore.)
11 — Die Königsklasse (Adoption und Heirat ohne
Ehevertrag)
12 — Die eigene Liga (Finanzbehörden und Gesetzgeber
an der Spitze der Erbschleicher-Nahrungskette)
13 — Praxisbeispiele (Fallstudien erfolgreicher und
gescheiterter Erbschleichstrategien.)
- als „mobiler Steuerberater“ diskret Vermögens- und
Verwandtschaftsverhältnisse auskundschaften
- als „ehrenamtlich Gesellschaftleistender“ bei Kaffee und Kuchen
anwanzen und alles abchecken
- als Seelsorger alle intimen Geheimnisse erfahren und dann die
Spendentaste drücken
- Gescheitert: Leibrentenempfängerin lebt 30 Jahre länger
als erwartet und überlebt den Erbschleicher
- Gescheitert: Drogerie-Müllers Adoptiv-„Kinder“ gehen leer
aus
14 — Anhang (Checklisten, Standardformulierungen und
Verhalten bei Testamentseröffnungen.) Bonusmaterial (gegen Legitimierungsnachweis als echter
Erbschleicher): Die geheime Liste bestechlicher Notare in
Deutschland, Schweiz und Österreich.
29,90 €
Die hohe Kunst des Wegsehens
Wie man Probleme erkennt – und sie trotzdem ignoriert, ohne dass es
jemand merkt
Autor: Ruprecht Knecht
Hrsg: Bundesdruckserei, Berlin/München
Ein praktisches Handbuch über Zuständigkeiten, Prüfaufträge und
Arbeitsgruppen.
Inhalt
Die hohe Kunst des Wegsehens ist das Standardwerk für
alle, die beruflich mit Problemen konfrontiert sind – ohne den
geringsten Wunsch zu verspüren, sie tatsächlich zu lösen. Autor
Ruprecht Knecht
zeigt mit bewundernswerter Systematik, wie sich Missstände
zuverlässig erkennen lassen, ohne daraus unangenehme Konsequenzen
ableiten zu müssen.
Der Schlüssel liegt, wie dieses Handbuch erklärt, nicht im
Ignorieren von Problemen, sondern in deren professioneller
Verwaltung. Statt vorschnell zu handeln, empfiehlt der Autor
bewährte Instrumente wie Zuständigkeitsklärungen, Prüfaufträge,
Konzeptpapiere und – wenn es wirklich ernst wird – die Einrichtung
einer Arbeitsgruppe. Denn nichts entschärft ein Problem
nachhaltiger als seine sorgfältige organisatorische Einhegung.
Schritt für Schritt lernen Leserinnen und Leser, wie man auf
Hinweise reagiert, ohne tatsächlich reagieren zu müssen: durch
wohlformulierte Dankesbekundungen, durch das Versprechen „einer
gründlichen Prüfung“ oder durch den Hinweis, dass die
Angelegenheit selbstverständlich bereits „auf Arbeitsebene
behandelt“ werde. Besonders hilfreich sind die erprobten
Formulierungen für Situationen, in denen die Öffentlichkeit
plötzlich doch Ergebnisse erwartet.
Ein eigenes Kapitel widmet sich der eleganten Kunst der
Zuständigkeitsdiffusion: Wie Probleme so verteilt werden, dass
sich am Ende niemand direkt verantwortlich fühlt. Ergänzt wird
dies durch praxisnahe Leitfäden zur Verlängerung von
Entscheidungsprozessen, zur Einrichtung temporärer Projektgruppen
sowie zur strategischen Vertagung schwieriger Fragen.
Die hohe Kunst des Wegsehens ist damit ein
unverzichtbares Handbuch für Verwaltung, Politik und
Organisationen aller Art. Wer seine Methoden beherrscht, wird
Probleme künftig zuverlässig erkennen – und gleichzeitig
sicherstellen, dass sie lange genug unbearbeitet bleiben, um sich
irgendwann von selbst zu erledigen.
Hardcover, 1350 Seiten. Mit Musterbegründungen, Musterablehnungen
sowie einer fortlaufend aktualisierten Liste „schwarzer Schafe“.
24,00 €
Es tut mir leid! Das Warenkörbchen ist fiktiv!
Es ist schön, dass Sie sich für so etwas interessieren. Aber leider,
leider gehören alle diese Titel ins Reich der Phantasie. Um sie
bestellen zu können, müssten sie erstmal geschrieben werden.
Gerne sage ich Ihnen aber, was ich von Ihrer Wunschauswahl halte: