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Dolle Bücher Eine ungewöhnliche Literaturauswahl, über die man ins Gespräch kommt und neue Perspektiven gewinnt. Entdecken Sie Bücher, die zum Nachdenken anregen, zum Widerspruch reizen – und die man so bestimmt noch nicht im Regal stehen hat. Mikeschs dolle Bücher

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Standardwerke

Grundlagen der zeitgenössischen Realitätsverarbeitung

Interessiert an der Fortsetzung des Hexenhammers? Na, wer will sich denn da als Verschwörungstheoretiker weiterbilden? Oder eher: Kenne deinen Feind?

Der Deppenhammer

Wie man Ungläubige erkennt, überführt und unschädlich macht.

  • Autor: Heinrich Institoris jun.
  • Hrsg: Inquisite Werke, Glarus - Bad Saulgau

Die modernisierte Fortschreibung des Malleus Maleficarum ist inzwischen als Leitfaden für Erleuchtete nicht mehr wegzudenken. 666 Seiten, mit Checklisten, Kontrollbögen und schnellen Antworten auf „Verschwörungstheoretiker“-Vorwürfe.

Inhaltsangabe
  1. Von der Existenz der Ungläubigen – Unbestreitbare Belege dafür, dass Deppen unter uns leben. Warum die Skepsis der Deppen das erste Symptom moralischer Verwahrlosung ist.
  2. Woran man ungläubige Deppen erkennt – Typische Merkmale: Ironie, Quellenkritik, der Ruf nach „Belegen“. Wie man solche Signale frühzeitig identifiziert.
  3. Vom Laster der Vernunft – Wie der Teufel die Vernunft ins Spiel bringt und von den Gefahren, sich den Glauben durch rationale Überlegungen einschränken zu lassen. Wie man der Vernunft widersteht und der tieferen Wahrheit des Glaubens folgt.
  4. Die Kunst der Tarnung – Wie ungläubige Deppen sich als Wissenschaftler, Journalisten oder harmlose „Satiriker“ verkleiden.
  5. Die großen Wahrheiten unserer Zeit – QAnon, Chemtrails und andere gesicherte Erkenntnisse über die geheime Ordnung der Welt. Warum Deppen das nicht glauben und wie der Teufel sie dazu bringt, unsere Wahrheiten zu bezweifeln.
  6. Von alten und neuen Enthüllungen – Historische Beispiele politischer Verschwörungen – von den Protokollen der Weisen von Zion bis zur Pizzeria Comet Ping Pong: Wie die Wahrheit als „Verschwörungstheorie“ verleumdet wird.
  7. Die Bewegung der Erwachten – Warum die Erde ziemlich genau 6000 Jahre alt ist und warum Deppen das nicht glauben, sondern an der teuflischen sogenannten Evolutionstheorie hängen. Von den Erleuchteten der Esoterik, Pegida, Querdenken, Telegram-Voraussagen und anderen Vorboten der großen Aufklärung.
  8. Erste Maßnahmen gegen Zweifel – Wie man ungläubige Deppen öffentlich als Unterdrücker entlarvt, moralisch einordnet und argumentativ überrollt.
  9. Die Macht der Empörung – Warum Lautstärke oft überzeugender sein kann als Argumente – und wie man sie richtig einsetzt.
  10. Beweisführung gegen Deppenargumente – Warum die Argumente der Deppen nicht widerlegt werden brauchen. Und warum jedes scheinbar treffende Argument ein Beweis für die Richtigkeit der Verschwörung ist.
  11. Wie man sich vor Implantaten schützt – Von der Wirkungsweise der von Bill Gates über Impfungen heimlich implantierten Mikrochips und wie man sie daran hindert, unsere Gedanken zu kontrollieren. Von der Wirkung von Alufolie, Magneten und Silbergewebe.
  12. Wie man sich vor „Fakten“ schützt – Von der Kunst, ungläubigen Deppen klarzumachen, dass ihre vermeintlichen Fakten nur Sichtweisen sind und dass unsere Sichtweisen besser sind, weil sie auf intelligenter, göttlicher Kreativität basieren. Alle Zweifel daran sind vom Teufel gesäte Irrungen, um von der umfassenden Verschwörung abzulenken.
  13. Die Rolle der Lügenpresse – Wie besonders teuflische Deppen die öffentliche Meinung manipulieren und sich in den Dienst der Weltverschwörer stellen.
  14. Von den richtigen Worten – Wie man mit Begriffen wie „Mainstream“, „Systemmedien“ und „Eliten“ den Deppen offenbart, was für Marionetten sie sind.
  15. Öffentliche Tribunale – Wie man einen Shitstorm entfesselt und die Deppenargumente durch die Macht des Glaubens niederfegt.
  16. Vom Abweichlertum – Wann man „Reue“ zeigen sollte, um seine Existenz zu retten. Warum Deppen Reuegeständnisse lieben und wie man sie dadurch dazu bringt, wieder hinzuhören.
  17. Die endgültige Unschädlichmachung – Wie man erreicht, dass die ungläubigen Deppen verstummen – freiwillig oder durch gerechtfertigten Druck.
  18. Anhang A: Gerechtfertigte Druckmittel – Anwendung zutreffender Schimpfwörter. Anwendung unzutreffender Schimpfwörter. Auslösen eines Shitstorms. Androhung von physischen Zuchtmitteln. Ausübung von physischen Zuchtmitteln. Tötung als letztes gerechtfertigtes Mittel; bevorzugte Methoden, Waffen und Vorgehensweisen.
  19. Anhang B: Empörungsbausteine – Fertige Formulierungen für Talkshows, Kommentarspalten und Familienfeiern.
  20. Anhang C: Konterbausteine – Entgegnungen auf die häufigsten Einwände ungläubiger Deppen.
19,90 €
Aber Hallo. Na, wer wird denn da handgreiflich und einen Präsidenten in die Tonne treten wollen? Seien wir realistisch. So ein Buch nützt nix. Besser wär's doch, einer käm' und würd's einfach machen.

Dump the Trump

Wie Schamlosigkeit mit Schamlosigkeit besiegt werden kann

  • Autor: Kennt Clark
  • Hrsg: Enoughisenough Press, Metropoliceland.

Warum moralische Überlegenheit gegen politische Rücksichtslosigkeit oft wirkungslos bleibt – und weshalb demokratische Kräfte lernen müssen, wie man dem Schulhofbully die Antwort verpasst, die er und seine Streetgang wirklich verstehen.

Excerpts from Chapter “Have Some Guts”

Friday, November 14, 2025

During a press exchange, Trump cuts off a female reporter mid-question with a personal insult:

“Quiet, piggy.”

Reaction: The exchange continues. No sharp comeback lands in the moment. No one had the guts to say:

“Easy there, Animal.”

Friday, March 20, 2020

A reporter presses Trump about inconsistencies in earlier statements. Instead of answering the question, he attacks the journalist:

“You’re a terrible reporter.”

Reaction: The briefing moves on to the next question. No one had the guts to say:

“And you’re a terrible president.”

Thursday, January 11, 2018

During a White House meeting on immigration policy, Trump reportedly refers to several African nations and Haiti using a crude slur.

“Shithole countries.”

Reaction: The remark triggers international outrage. The wording is first denied and later downplayed. No one had the guts to say:

“Shitmouth president.”


“When they go low, we go high.” has been tested thoroughly. It’s time for a change: When they go low, we — yes we can — meet them there. Let's grab them by the flag. Here we go:
America Fist Trump, please

Sprache: Englisch. Hardcover, 1550 Seiten, davon 1450 Seiten mit dokumentierten Falschbehauptungen (Stand: Januar 2026). Im Kaufpreis enthalten ist ein Anteilsschein über 5 $ für die anwaltliche Verteidigung von Autor, Verlag und Vertrieb gegen die erwartbaren Wutausbrüche des Bullies und seiner dienstbeflissenen Hofschranzen. Sollte es wider Erwarten zu keiner Klage kommen, wird der Betrag vollständig an FactCheck.org gespendet.

Direktimport inkl. Zoll (derzeit ).

Da wäre was dran! Würde ich mir auch kaufen, wenn es den Titel wirklich gäbe.

Die Plagiatoren

Wie rechte Dumpfbacken linke Ideen geklaut, vereinnahmt und missbraucht haben

  • Autorin: Ann-T. Fa
  • Hrsg: Verlag der Hautoren, Berlin

Eine Kulturgeschichte politischer Ideenräuberei – von Arbeiterliedern über Sozialrhetorik bis zur Aneignung rebellischer Symbolik.

Aus dem Inhalt

Anhand belegbarer Beispiele wird nachvollziehbar, nach welchen Mustern „Ideenräuberei“ funktioniert: durch Umdeutung, emotionale Aufladung, Bedeutungsverdrehung und das Andocken an bekannte Freiheits- und Solidaritätsrhetorik.

Weimarer Zeit: Die NSDAP nutzte sozial klingende Selbstdarstellung (u. a. im Parteinamen) und griff Motive aus Arbeiterkultur auf. Das „Horst-Wessel-Lied“ steht melodisch in der Nähe von Melodien aus der Arbeiterliedtradition (z. B. „Der Abmarsch“).

NS-Zeit: Umdeutung sozialer Begriffe in völkische Einheit (z. B. „Volksgemeinschaft“); 1933 wurde der 1. Mai – ursprünglich internationaler Kampftag der Arbeiterbewegung – zum „Tag der nationalen Arbeit“ erklärt.

Nachkriegszeit: Rechtsextreme Strömungen inszenierten sich wiederholt als „soziale Opposition“ und kopierten teils visuelle Codes aus Protest- und Subkulturen, um anschlussfähig zu wirken.

Wendezeit: Der Ruf „Wir sind das Volk“ entstand 1989 als demokratische Forderung in der DDR und wurde später von Bewegungen wie Pegida erneut aufgegriffen und politisch umgedeutet.

AfD-Ära: Populistische Umcodierung demokratischer Begriffe (z. B. „Widerstand“, „Bürgerbewegung“) und moralische Selbstinszenierung über Formeln wie „Mut zur Wahrheit“.

„Querdenker“: Nutzung von Grundgesetz- und Bürgerrechts-Ästhetik; zudem absurde Aneignungen historischer Opfer-Symbolik (z. B. „Ungeimpft“-Sterne oder Parolen wie „Wir sind die neuen Juden“). Unvergessen auch „Jana aus Kassel“, die sich „wie Sophie Scholl“ fühlte, weil sie „seit Monaten hier aktiv im Widerstand“ der Querdenkerbewegung mitmachte.

Trumpismus: Der Slogan „America First“, den Donald Trump im Wahlkampf 2016 zum zentralen außenpolitischen Leitmotiv machte, ist historisch stark belastet. Das „America First Committee“ war eine große US-Bewegung vor dem Zweiten Weltkrieg, die gegen einen Kriegseintritt der USA auftrat. Zu ihren prominentesten Unterstützern gehörte der Pilot Charles Lindbergh. Das Problem: In Lindberghs berühmter Rede vom 11. September 1941 in Des Moines behauptete er, drei Gruppen drängten die USA in den Krieg – „the British, the Jewish and the Roosevelt administration“. Diese Rede gilt als ein klassisches Beispiel für offenen antisemitischen Isolationismus. Der Slogan „America First“ war deshalb nach 1945 politisch weitgehend verbrannt und wurde jahrzehntelang von kaum jemandem im nicht-radikalen Diskurs benutzt. Als Trump ihn wieder aufgriff, wiesen Historiker und Journalisten mehrfach auf diese Vorgeschichte hin. Trump selbst erklärte jedoch, er meine damit schlicht eine Politik, die „Amerika an erste Stelle“ setze. Weitere Begriffsbesetzungen wie „Fake News“, „Witch Hunt“ oder die Übernahme von Occupy-ähnlicher Anti-Eliten-Rhetorik verdeutlichen, dass dahinter keine geschichtliche Unbedarftheit, sondern besonders skrupelloses Kalkül steckt.

KERNTHESE: Politischer Ideenklau geschieht selten als offene Kopie. Er wirkt über Bedeutungsverschiebung: vertraute Wörter und Zeichen bleiben – der Inhalt kippt.

24,90 €
Also wirklich! So ein deprimierendes Buch wollen Sie bestellen? Da fehlen mir die Worte.

Die Mutlosen

Warum intelligente Menschen offensichtliche Wahrheiten nicht mehr aussprechen

  • Autor: Anonymus
  • Hrsg: Verlag des öffentlichen Rechts, Helgoland

Ein Bericht über Selbstzensur in Medien, Politik und Wissenschaft.

Inhalt

Die Mutlosen behandelt ein paradoxes Phänomen unserer Zeit: In Gesellschaften, die sich als besonders frei, aufgeklärt und diskussionsoffen verstehen, wächst zugleich die Bereitschaft zur Selbstzensur. Nicht Zwang von außen, sondern Vorsicht von innen bringt viele Menschen dazu, offensichtliche Wahrheiten nicht mehr auszusprechen.

Das Buch untersucht, warum gerade gebildete, reflektierte und gesellschaftlich einflussreiche Personen – Journalistinnen, Wissenschaftler, Politiker, Kulturschaffende – zunehmend zögern, klar auszusprechen, was sie wissen oder für wahr halten. Aus Sorge vor moralischer Ächtung, beruflichen Nachteilen oder digitaler Empörungsdynamik werden Positionen abgeschwächt, umformuliert oder ganz verschwiegen.

Anhand von Beispielen aus Medien, Politik und Wissenschaft zeigt der Bericht, wie sich schleichend eine Kultur der vorsichtigen Andeutung statt der offenen Aussage etabliert hat. Der Text beschreibt die Mechanismen dieser Entwicklung: informelle Denkverbote, soziale Sanktionen, reputationsökonomische Zwänge und die Rolle von Institutionen, die zwar formell Meinungsfreiheit garantieren, zugleich aber Konformitätsdruck erzeugen.

Die Mutlosen ist weder ein Pamphlet noch eine Verteidigung beliebiger Provokation. Vielmehr stellt das Buch eine unbequeme Frage: Was geschieht mit einer demokratischen Öffentlichkeit, wenn kluge Menschen beginnen, das Offensichtliche nur noch hinter vorgehaltener Hand zu sagen?

Der Bericht versteht sich als Einladung zur Selbstprüfung – und als Erinnerung daran, dass Freiheit der Rede nicht nur ein Recht ist, sondern auch eine Form von Mut.

22,00 €

Lehrbücher und Anleitungen

Praktische Handreichungen für Alltag und Karriere

Expertenzirkel sind eigentlich ein tägliches Erlebnis, wenn man der Fernseher einschaltet. Und darin wollen Sie sich noch vertiefen? Erbarmen.

Der Expertenzirkel

Warum immer dieselben Leute alles falsch erklären

  • Autor: Max Moritz
  • Hrsg: Institut für selbstreferenzielle Systeme, Passau

Eine soziologische Untersuchung der kleinen Gruppe von Stimmen, die zuverlässig jedes Großereignis kommentieren – unabhängig davon, ob sie beim letzten Mal komplett danebenlagen.

Inhalt

Der Expertenzirkel beschreibt, wie moderne Gesellschaften Entscheidungen zunehmend an einen kleinen Kreis vermeintlich alternativloser Fachinstanzen delegieren – und welche Nebenwirkungen das für Demokratie, Öffentlichkeit und Verantwortlichkeit hat. Wo früher politische Aushandlung, Streit und sichtbare Interessenlagen standen, treten heute Gremien, Kommissionen, Beiräte, „Task Forces“ und Studienlagen auf, die den Anschein objektiver Neutralität erzeugen – und dabei oft eine neue Form von Macht bündeln.

Das Buch zeigt, wie „Expertise“ zum politischen Schutzschild werden kann: als rhetorischer Kurzschluss, der Kritik in Unzuständigkeit umdeutet („Dafür fehlt Ihnen das Fachwissen“), als Filter, der nur bestimmte Sichtweisen als seriös zulässt, und als Mechanismus, der Verantwortung verwischt („Die Datenlage zwingt uns“). Anhand von Beispielen aus Politik, Medien, Behörden und Wissenschaft wird nachvollziehbar, wie sich ein Zirkel aus Deutungshoheit, Netzwerken und Gatekeeping bildet – mit eigenen Anreizen, eigenen Karrierelogiken und eigenen blinden Flecken.

Dabei ist Der Expertenzirkel keine Anti-Wissenschaftsschrift. Es verteidigt Fachwissen als unverzichtbar – und trennt es sauber von Autoritätsgehabe, Interessenkonflikten und institutioneller Selbstimmunisierung. Die zentrale Frage lautet: Wie bewahren wir die Vorteile von Expertise, ohne in eine technokratische Kultur zu rutschen, in der das Etikett „wissenschaftlich“ die Debatte ersetzt?

Am Ende ist Der Expertenzirkel eine Einladung, genauer hinzuschauen: Wer gilt als Experte – wer nicht? Wer setzt die Themen, wer definiert die Modelle, wer wählt die Parameter? Und wer übernimmt am Ende die Verantwortung, wenn sich „alternativlos“ als Irrtum erweist?

21,90 €
Autsch. Ich gebe zu - ich bewege mich hier am Rande. Wird mich jemand stoßen?

Moral für Dummies

Öffentliche Empörung leichtgemacht

  • Autorin: Thunia Halali
  • Hrsg: Mainzelmann, Wiesbaden

Ein praktischer Leitfaden zur zeitgenössischen Empörungskultur. Wie jede Woche ein neuer Aufreger gefunden werden kann – und wie man sich vor Gewissensbissen schützt.

Inhalt

Moral für Dummies ist der längst überfällige Praxisratgeber für alle, die im hektischen Alltag der Gegenwart Schritt halten wollen – vor allem mit dem wöchentlich wechselnden Empörungsplan. Wer noch immer glaubt, moralische Urteile müssten auf Fakten, Abwägung oder gar Nachdenken beruhen, wird hier schon auf den ersten Seiten eines Besseren belehrt.

Autorin Thunia Halali zeigt mit entwaffnender Klarheit, wie moderne Empörung tatsächlich funktioniert: Man benötigt weder umfassende Informationen noch konsistente Maßstäbe. Entscheidend ist allein das richtige Timing, ein zuverlässiger Hashtag und die Fähigkeit, in maximal drei Sätzen moralische Endurteile zu verkünden. Besonders hilfreich sind dabei erprobte Formeln wie „Das geht gar nicht“, „Das ist problematisch“ oder das universell einsetzbare „Man muss sich schon fragen dürfen …“.

In leicht verständlichen Kapiteln erklärt das Buch unter anderem, wie man innerhalb von fünf Minuten den passenden Aufreger identifiziert, warum Kontext nur unnötig verwirrt, wie man Zitate effektiv aus ihrem Zusammenhang löst und weshalb differenzierte Positionen ein ernsthaftes Risiko für die eigene moralische Strahlkraft darstellen können. Ein eigenes Kapitel widmet sich der Kunst, sofortige Konsequenzen zu fordern – vorzugsweise für Dinge, die gestern noch völlig unproblematisch waren.

Besonders wertvoll sind die praktischen Übungen: vom schnellen Empörungs-Posting über das gezielte Nachlegen mit moralischen Superlativen bis hin zur eleganten Technik, im Zweifelsfall einfach noch empörter zu sein als alle anderen. Ein Bonusabschnitt zeigt außerdem, wie man Gewissensbisse zuverlässig vermeidet – etwa durch konsequente Delegation des Denkens an den jeweils lautesten Kommentarstrom.

Moral für Dummies ist damit weit mehr als ein Ratgeber. Es ist ein unverzichtbarer Leitfaden für alle, die im Zeitalter der permanenten Empörung nicht nur mithalten, sondern moralisch ganz vorne mitspielen wollen.

18,90 €
Der Titel müsste sich eigentlich gut verkaufen, wäre da nicht der Titel des Titels. So wie „Geschlechtskrankheiten selbst erkennen und heilen“ - das will man auch nicht im Regal rumstehen haben.

Erbschleichen für Anfänger

Wie man sich bei wohlhabenden Verwandten, Freunden und Bekannten als passender Erbe einschmeichelt

  • Autor: Luzi Männchen jr.
  • Hrsg: Schnorrenbergdruck Nachf., Nassau

Ein Ratgeber für Schnorrer, Schleimer und die ganze bucklige Verwandtschaft. Mit grundsätzlichen Hinweisen auf das Erbschafts- und Schenkungsrecht.

Inhalt

Erbschleichen für Anfänger ist der ideale Einstieg für alle, die sich fragen, warum andere plötzlich eine Villa, ein Ferienhaus oder zumindest eine solide Eigentumswohnung „geerbt“ haben – während man selbst immer nur zum Kaffee eingeladen wurde. Dieses Buch zeigt: Erben ist kein Zufall, sondern eine Frage der richtigen Strategie.

In leicht verständlichen Kapiteln erklärt der Ratgeber die Grundlagen erfolgreicher Erbstrategie: Wie man rechtzeitig erkennt, bei welchen älteren Verwandten sich eine intensivere emotionale Bindung lohnen könnte. Wie man Besuche geschickt dosiert, damit sie fürsorglich wirken, aber nicht nach Pflichtprogramm aussehen. Und wie man kleine Gefälligkeiten – Einkäufe, Arztfahrten, gelegentliche Technikhilfe – als langfristige Investition versteht.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Kunst der subtilen Einflussnahme: Wie bringt man das Gespräch unauffällig auf Themen wie „Testament“, „Vorsorge“ oder „Wer kümmert sich später eigentlich um alles?“ Welche Formulierungen wirken besonders vertrauenswürdig, und welche Verwandten sollte man besser frühzeitig diskreditieren? Ein hilfreicher Leitfaden zeigt außerdem, wie man dabei stets den Eindruck aufrechterhält, völlig selbstlos zu handeln.

Praktische Beispiele illustrieren typische Situationen: das strategische Auftauchen an Feiertagen, die sorgfältig platzierte Bemerkung über „die komplizierten steuerlichen Dinge bei Erbschaften“ oder der taktische Hinweis, dass man selbstverständlich gar nichts erwartet. Denn jeder Profi weiß: Wer betont, nichts zu wollen, wirkt sofort doppelt vertrauenswürdig.

Erbschleichen für Anfänger ist damit der perfekte Einstieg in eine Disziplin, die diskret betrieben wird, aber erstaunlich weit verbreitet ist. Wer die hier vorgestellten Grundlagen beherrscht, ist bestens vorbereitet – für die Fortsetzung Erbschleichen für Fortgeschrittene.

Anhang

  • Steuerklassen und Verwandtschaftsdisziplinen – Wer gehört steuerlich zu wem, und bei welchen familiären Beziehungen sich besonderer Einsatz lohnt.
  • Abschmelzungstabelle für Schenkungen – Wie großzügige Zuwendungen der Vergangenheit rechtzeitig „an Bedeutung verlieren“.
  • Schnellrechner für Pflichtanteile – Blitzschnell wissen, wie viel einem ohnehin nicht zusteht.
17,90 €
Den Titel fänd' ich jetzt aber wirklich überflüssig - Reicht learning by doing nicht auch schon aus?

Shitstorms organisieren

Strategien für digitale Empörungsdynamik

  • Autor: Kevin Rant
  • Hrsg: Institut für angewandte Empörung, Palo Alto

Ein praxisorientierter Leitfaden zur Planung, Steuerung und Eskalation öffentlicher Aufregung.

Inhalt

Inhaltsbeschreibung

Shitstorms organisieren ist der erste wirklich praxisorientierte Leitfaden für alle, die öffentliche Empörung nicht länger dem Zufall überlassen möchten. Während naive Beobachter glauben, digitale Aufregungswellen entstünden spontan, zeigt dieses Buch: Hinter erfolgreichen Shitstorms steckt Planung, Timing und eine präzise abgestimmte Dramaturgie.

Autor Kevin Rant erklärt Schritt für Schritt, wie sich aus einem harmlosen Anlass ein maximaler Empörungszyklus entwickeln lässt. Welche Aussagen eignen sich besonders gut als Ausgangspunkt? Wie isoliert man den skandalisierbaren Satz aus seinem Kontext? Und wie sorgt man dafür, dass die Empörung genau in dem Moment eskaliert, in dem Aufmerksamkeit und Reichweite ihren Höhepunkt erreichen?

Ein eigenes Kapitel widmet sich der strategischen Frühphase: der Auswahl geeigneter Screenshots, der sorgfältigen Empörungsformulierung („Unfassbar“, „Das sagt alles“, „Jetzt reicht es!“) sowie dem koordinierten Startsignal für die erste Welle indignierter Kommentare. Denn jeder erfahrene Empörungsmanager weiß: Ohne initiale Verstärkung bleibt selbst der beste Skandal ein bloßes Missverständnis.

Weitere Abschnitte behandeln fortgeschrittene Techniken der Eskalation: das gezielte Nachlegen mit moralischen Superlativen, die Aktivierung sekundärer Empörungskreise, das strategische Taggen von Journalistinnen, Aktivisten und Influencern – sowie die bewährte Methode, jede Form von Einordnung sofort als „Relativierung“ zu diskreditieren.

Besonders wertvoll ist das Kapitel über Schadensbegrenzung: Was tun, wenn das Zielobjekt plötzlich gelassen reagiert, sich entschuldigt oder – schlimmer noch – sachliche Gegenargumente vorbringt? Hier liefert das Buch erprobte Strategien, wie man die Empörungsdynamik dennoch aufrechterhält.

Shitstorms organisieren zeigt, dass digitale Empörung längst zu einer eigenen Disziplin geworden ist – mit klaren Regeln, bewährten Werkzeugen und erstaunlich zuverlässigen Erfolgsrezepten.

Aus dem Amerikanischen von Henry Le Plague. Paperback, 166 Seiten. Mit anonymen Beleidigungskarten, Denunziationssticker, Gutschein für anonymes Prepaidguthaben.

27,00 €

Spezialliteratur für Fortgeschrittene

Für Leser mit besonders hoher moralischer Belastbarkeit

Wer sich hierfür interessiert verrät profunde Kenntnisse amerikanischer Sitten. Mehr sage ich dazu nicht, das reicht!

Genug jetzt

Wie man Debatten beendet, bevor sie beginnen
Originaltitel: Nuff Said

  • Autor: Bratt Kaughenough
  • Hrsg: Inbeeristruth, Washington

Eine Sammlung bewährter Methoden: moralische Abwertung, falsche Gleichsetzungen, fehlende Erinnerung, falsche Erinnerung und Selbstmitleid zur rechten Zeit.

Beschreibung

Ein faszinierender Einblick in die USA des Postfaktischen. Wir lernen, wie man zu einem der höchsten Ämter aufsteigt, ohne sich für eine im Raum stehende Vergangenheit als eine Art „College-Rapist“ – also den Vorwurf, betrunken Kommilitoninnen vergewaltigt zu haben – verantworten zu müssen. Wie alkoholbedingte Erinnerungslücken solche Vorwürfe im Unklaren lassen — und dass Bier einfach ein gutes Getränk ist („I like beer!“). Wie man Buddies einspannt, um die mutmaßlichen Opfer schlecht und sich selbst gut aussehen zu lassen. Wie man bei einer Anhörung mit den Tränen kämpft, ohne mit der Wimper zu zucken. Wie man das alles tapfer durchsteht – und so einem Amt bei aller Unglaubwürdigkeit eine Würde verleiht, die erstaunlich gut zur politischen Atmosphäre jener Administration passt.

Im zweiten Teil des Buches wird uns klar gemacht, wie das Amt diese Methoden legitimiert – und was dadurch von der höchsten Rechtsprechung zu erwarten ist. Und wie beruhigend es ist, dass eine Ernennung auf Lebenszeit – angesichts des relativ jungen Alters des Amtsträgers – eine stabile, weil jahrzehntelange Unwucht in der demokratischen Praxis des „Land of the Free“ garantiert.

Immerhin: Reaktionäre Verlässlichkeit ist auch eine Form von Rechtssicherheit.

23,00 €
Wäre das ein probater Ratgeber zur weiteren Persönlichkeitsentwicklung?

Erbschleichen für Fortgeschrittene

Wie man Fremde dazu bringt, sich vor und nach ihrem Tod ausnehmen zu lassen

  • Autor: Luzi Männchen jr.
  • Hrsg: Schnorrenbergdruck Nachf., Nassau

Das Nachschlagewerk für gerissene Glücksritter.

Inhaltsangabe

1 — Einführung in die höhere Erbschleichkunde (Abgrenzung zur amateurhaften Gelegenheits-Erbschleicherei; Grundprinzipien der strategischen Geduld.)
2 — Zielpersonen erkennen (Vermögenslage, Familienstruktur und emotionale Bedürfnisse als Auswahlkriterien.)
3 — Das perfekte Image (Aufbau der Rolle als verlässlicher, selbstloser Helfer.)
4 — Präsenz zeigen (Besuchsstrategien, Anrufe und kleine Gefälligkeiten im richtigen Maß.)
5 — Emotionale Bindungen stärken (Erinnerungen pflegen, Dankbarkeit erzeugen, Vertrauen aufbauen.)
6 — Konkurrenz im Blick behalten (Analyse anderer Erbanwärter und diskrete Positionsverbesserung.)
7 — Gespräche über den „letzten Willen“ (Wie man Testamente thematisiert, ohne verdächtig zu wirken.)
8 — Juristische Instrumente (Vorsorgevollmacht, Betreuung, Vormundschaft, Testamentsvollstrecker, Notarbesuche und ihre strategische Bedeutung sowie Hinweise, was als sittenwidrg gilt und was gerade noch durchgeht.)
9 — Kritische Situationen (Interventionen durch andere Erben oder Erbschleicher, Pflichtteilsberechtigte; Krankheit, Krankenhaus, Pflege – Chancen und Risiken.)
10 — Häufige Fehler (Ungeduld, plumpes Drängen und andere klassische Eigentore.)
11 — Die Königsklasse (Adoption und Heirat ohne Ehevertrag)
12 — Die eigene Liga (Finanzbehörden und Gesetzgeber an der Spitze der Erbschleicher-Nahrungskette)
13 — Praxisbeispiele (Fallstudien erfolgreicher und gescheiterter Erbschleichstrategien.)
- als „mobiler Steuerberater“ diskret Vermögens- und Verwandtschaftsverhältnisse auskundschaften
- als „ehrenamtlich Gesellschaftleistender“ bei Kaffee und Kuchen anwanzen und alles abchecken
- als Seelsorger alle intimen Geheimnisse erfahren und dann die Spendentaste drücken
- Gescheitert: Leibrentenempfängerin lebt 30 Jahre länger als erwartet und überlebt den Erbschleicher
- Gescheitert: Drogerie-Müllers Adoptiv-„Kinder“ gehen leer aus
14 — Anhang (Checklisten, Standardformulierungen und Verhalten bei Testamentseröffnungen.)
Bonusmaterial (gegen Legitimierungsnachweis als echter Erbschleicher): Die geheime Liste bestechlicher Notare in Deutschland, Schweiz und Österreich.

29,90 €
Jaja. Das kennen wir doch sowieso. Wozu da noch ein Buch darüber!

Die hohe Kunst des Wegsehens

Wie man Probleme erkennt – und sie trotzdem ignoriert, ohne dass es jemand merkt

  • Autor: Ruprecht Knecht
  • Hrsg: Bundesdruckserei, Berlin/München

Ein praktisches Handbuch über Zuständigkeiten, Prüfaufträge und Arbeitsgruppen.

Inhalt

Die hohe Kunst des Wegsehens ist das Standardwerk für alle, die beruflich mit Problemen konfrontiert sind – ohne den geringsten Wunsch zu verspüren, sie tatsächlich zu lösen. Autor Ruprecht Knecht zeigt mit bewundernswerter Systematik, wie sich Missstände zuverlässig erkennen lassen, ohne daraus unangenehme Konsequenzen ableiten zu müssen.

Der Schlüssel liegt, wie dieses Handbuch erklärt, nicht im Ignorieren von Problemen, sondern in deren professioneller Verwaltung. Statt vorschnell zu handeln, empfiehlt der Autor bewährte Instrumente wie Zuständigkeitsklärungen, Prüfaufträge, Konzeptpapiere und – wenn es wirklich ernst wird – die Einrichtung einer Arbeitsgruppe. Denn nichts entschärft ein Problem nachhaltiger als seine sorgfältige organisatorische Einhegung.

Schritt für Schritt lernen Leserinnen und Leser, wie man auf Hinweise reagiert, ohne tatsächlich reagieren zu müssen: durch wohlformulierte Dankesbekundungen, durch das Versprechen „einer gründlichen Prüfung“ oder durch den Hinweis, dass die Angelegenheit selbstverständlich bereits „auf Arbeitsebene behandelt“ werde. Besonders hilfreich sind die erprobten Formulierungen für Situationen, in denen die Öffentlichkeit plötzlich doch Ergebnisse erwartet.

Ein eigenes Kapitel widmet sich der eleganten Kunst der Zuständigkeitsdiffusion: Wie Probleme so verteilt werden, dass sich am Ende niemand direkt verantwortlich fühlt. Ergänzt wird dies durch praxisnahe Leitfäden zur Verlängerung von Entscheidungsprozessen, zur Einrichtung temporärer Projektgruppen sowie zur strategischen Vertagung schwieriger Fragen.

Die hohe Kunst des Wegsehens ist damit ein unverzichtbares Handbuch für Verwaltung, Politik und Organisationen aller Art. Wer seine Methoden beherrscht, wird Probleme künftig zuverlässig erkennen – und gleichzeitig sicherstellen, dass sie lange genug unbearbeitet bleiben, um sich irgendwann von selbst zu erledigen.

Hardcover, 1350 Seiten. Mit Musterbegründungen, Musterablehnungen sowie einer fortlaufend aktualisierten Liste „schwarzer Schafe“.

24,00 €